Schneeglöckchen und Trockenblüher
Schneeglöckchen
Wer zum ersten Mal im Frühjahr nach Texel kommt, ist von den farbenfrohen Blumenfeldern auf der Insel überrascht. Die Bodenzusammensetzung ist hier genauso ideal für Blumenzwiebeln, wie in der berühmten ‚Bollenstreek‘ (Tulpenanbaugebiet) und diese Pflanzen werden hier dann auch seit Jahr und Tag angebaut.
Handel mit Schneeglöckchen
In den 1960ern verdienten die Insulaner gut am Handel mit Schneeglöckchen. Sie fuhren mit Kleinbussen nach Frankreich, wo Schneeglöckchen als eine Art Unkraut betrachtet wurden, und sie durften die Zwiebeln in Waldstücken ausgraben. Schneeglöckchen wachsen am besten zwischen Bäumen. Schneeglöckchen werden maximal 25 Zentimeter hoch. Die weißen Blüten hängen an einem einzigen Stängel nach unten. Die schmalen Blätter der Schneeglöckchen sind bläulich-grün.
Auf Texel wurden die Zwiebeln weiter im Wald und in Baumreihen angebaut, letztere wurden oft eigens dafür angelegt. Das ist der Grund, warum wir im zeitigen Frühjahr noch überall auf der Insel, und besonders in De Dennen, von der weißen Decke aus Schneeglöckchen genießen können. Der kommerzielle Anbau von Schneeglöckchen in De Dennen wurde allerdings schon vor einiger Zeit gestoppt, da Staatsbosbeheer keine Waldparzellen mehr verpachtet.
Fast das ganze Jahr hindurch blühen auf Texel Blumenzwiebelgewächse der Schneeglöckchen, unter anderem an den Wegesrändern. Es beginnt im Januar häufig schon mit Schneeglöckchen, dann folgen die Krokusse, die Blausterne mit ihren blauen Glöckchen, die Narzissen und die Kleinen Traubenhyazinthen. Verwechseln Sie letztere nicht mit den wilden Hyazinthen, die die Grassodenwälle zieren. Danach kommen die Tulpen. Im Sommer zeigen die Lilien ihre warmen Farben.
Trockenblüher
Viele Menschen bemerken im Spätsommer und Herbst zu ihrer Überraschung lila Krokusse. Was zu sehen ist, ist die Herbstzeitlose. Von den Insulanern werden diese Pflanzen meistens Trockenblüher genannt, weil sie es ohne Zugabe von Erde und Wasser in einer Schüssel im Wohnzimmer zur Blüte bringen.