De Slufter
De Slufter und De Muy

Um 1300 bestand Texel nur aus den Geschiebelehmaufschüttungen des 'alten Landes'. Diese Böden waren häufig mit Prielen durchzogen oder durch diese voneinander getrennt, während niedriger gelegene Böden regelmäßig überströmten. Abgetrennt davon befand sich im Norden die kleine Insel Eijerland.
Im 14., 15. und 16. Jhd. erfolgten zahlreiche Eindeichungen auf der damaligen Insel Texel. Die wichtigste war Waal und Burg, zwischen Den Burg, De Koog und De Waal, die zuerst im Jahre 1532 und 1617 erneut erfolgte. Diese Eindeichung war von großer Bedeutung, weil sie einen enormen Priel abschnitt, wodurch das Meerwasser von Westen nach Osten kein freies Spiel mehr hatte. Möglicherweise befürchtete man spätere Durchbrüche, denn auf Befehl der Generalstaaten erfolgte in den Jahren 1629/1630 die Anlage einer Verbindung zwischen den Dünen bei De Koog und der Insel Eierland.
Google maps: Slufter & De Muy
Deiche aus Flugsand
Der Bau dieses Deiches aus Flugsand war mit den technischen Möglichkeiten der damaligen Zeit kein großes Problem, da die frühere Mündung bereits in starkem Maße versandet war. Durch den Flugsand, der durch die Anpflanzung von Dünengras festgehalten wurde, entstanden an der Seeseite der Flugsanddüne neue Dünen und Priele. Dadurch wurde es möglich, an der Westseite neueFlugsanddünen anzulegen. Um 1850 muss sich entlang der heutigen Küstenlinie eine geschlossene Dünenreihe befunden haben.
Schwerer Sturm
Im Jahre 1851 brach diese Dünenreihe während eines sehr schweren Sturms an drei Stellen durch, und zwar im Bereich des Muy, des kleinen Slufter und etwas südlich des Weges beim Krim (großer Slufter). 1878 wurde der Durchbruch beim Muy wiederhergestellt. Der große Slufter wehte zu, während es den kleinen Slufter immer noch gibt. Damals schaffte man es nicht, den kleinen Slufter abzuschließen, inzwischen hat man jedoch den Wert dieses Gebietes erkannt und ist von einem Abschluss des Slufters keine Rede mehr!
Flora und Fauna

Der Slufter ist ein ideales Lebensgebiet für viele Vögel, aber auch die Vegetation macht das Gebiet sehr interessant. Unter dem Einfluss des Salzwassers, das regelmäßig in den Slufter eindringt, wächst hier viel Strandflieder. Diese Pflanze sorgt dafür, dass der Slufter in den Monaten Juli und August weitflächig violett gefärbt ist. Andere Pflanzen im Slufter sind hauptsächlich Salzgras und in geringerem Maße die Grasnelke. In und um den Strandsee des Muy können regelmäßig Löffelreiher und Graureiher beobachtet werden, und im restlichen Gebiet k ommen verschiedene andere Vogelarten vor.
Zugänglich für Rollstuhlfahrer
Rollstuhlfahrer und Leute mit Kinderwagen können über den Eingang beim Slufterweg in den Slufter gelangen. Beim Oorsprongweg ist der Eingang sehr steil. Weitere Routen finden Sie auf der Internetseite Web-Seite Routen mit Anpassungen.