Schafscheunen
Auf dem 'alten Land' von Texel findet man noch viele typische Schafscheunen, 'Bute' genannt. Diese baute man in der Zeit vor der Flurbereinigung, als die Weiden der Schafbauern sehr weit auseinander und deshalb auch weit von ihrem Haus entfernt lagen. Die Schafscheunen werden nicht für Schafe verwendet, sondern dienen nur der Lagerung von Heu und kleinen Geräten.
Das Texeler Schaf ist 'winterfest' und bleibt deshalb sogar bei sehr kaltem Wetter draußen. Manchmal stellen sich die Schafe allerdings in den Windschatten der Schafscheunen oder der Plaggenwälle. Fast alle Schafscheunen stehen mit der flachen Seite (und der Eingangstür) nach Nordosten, weil der Wind auf Texel hauptsächlich aus dem Südwesten weht. Das Dach der Schafställe ist mit Reet oder Dachziegeln gedeckt. Die relativ niedrigen Mauern haben kleine (manchmal keine) Fenster.
Denkmalschutz
Weil heutzutage die Weiden in zunehmendem Maße für den Ackerbau eingesetzt werden, werden diese Schafscheunen von den Landwirten oft als Hindernis betrachtet. Entsprechende Subventionsregelungen für den Erhalt der Buten können meist nicht verhindern, dass viele davon dennoch verfallen und sogar verschwinden. Eine Vielzahl dieser Buten stehen jedoch unter Denkmalschutz, so dass sie auf jeden Fall ordentlich in Stand gehalten werden können.