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Strandjutten: eine jahrhundertealte Tradition

Jutten ist die Suche nach angespülten Sachen am Strand. Früher war dies für Texelaner die Möglichkeit, Holz zu sammeln, um es als Brennstoff oder Baumaterial zu verwenden. Diese Tradition wird auch heute noch auf Hobbybasis betrieben.

Früher war das Jutten sehr lukrativ. Ladungen waren nicht fest verzurrt und Schiffe verloren bei einem Sturm manchmal die Kontrolle über das Meer. Heutzutage haben die Schiffe ihr Material gut befestigt und es kommt selten vor, dass wertvolle Gegenstände anspülen. 

Dennoch pocht das Herz der Texeler Jutter schneller, wenn ein Sturm vorhergesagt wird. In aller Frühe - und oft, wenn es noch dunkel ist - gehen die Jutter am folgenden Tag an den Strand, um die Wasserlinie abzusuchen.

Juttermuseen

Schon seit mehr als 75 Jahren werden im Maritiem- und Juttersmuseum Flora spezielle Funde gesammelt. In diesem Museum können Sie die Schätze mit eigenen Augen sehen und alle spannenden Geschichten sind zu hören. Die Besitzer dieses Museums, André und Judith, machen oft vor der Öffnung des Museums noch einen Rundgang am Strand. In Oudeschild hat das Museum Kaap Skil auch eine Abteilung, in der besondere Strandfunde ausgestellt werden. Regelmäßig sind Jutter dort, die von ihren Abenteuern berichten. 

Strandvogtei

Jutten ist gesetzlich verboten. Es ist in der Tat so, dass angespülte Gegenstände unter die Verfügungsgewalt des Strandvogts fallen. Auf Texel gibt es sechs Hilfs-Strandvogte und einen Strandvogt: der Bürgermeister. Die Hilfs-Strandvogte suchen regelmäßig den Strand ab und bergen wertvolle Dinge. Danach wird der Eigentümer ausfindig gemacht. Wenn dieser nicht ermittelt werden kann, werden die Gegenstände von der Gemeinde Texel öffentlich verkauft. Die Hilfs-Strandvogte haben die Erlaubnis, mit einem Auto oder einen Traktor auf dem Strand zu fahren.

Strandvogte nehmen nur die Wertgegenstände mit. Haben Sie ein Stück Holz oder Gegenstände gefunden, die als Abfall betrachtet werden können? Dann nehmen Sie es ruhig mit.

Haben Sie etwas Besonderes gefunden? 

Melden Sie es dann bei der Gemeinde Texel per Telefonnummer +31 140222. Sie können sich als Finder von Wertsachen registrieren. Nach den Regeln von Strandvonderij Texel haben Sie dann Anspruch auf eine Finderprämie von 10% des Bruttowertes mit einem Höchstbetrag von 1000 €. Sie können andere Angelegenheiten wie einen Ehering oder eine Brieftasche unter www.verlorengevonden.nl melden.

Übernachten zwischen den Strandfunden

Das Jutten gehört zur Kultur von Texel und das spiegelt sich auch in der Einrichtung bestimmter Unterkünfte wider. Im Hotel De Waal können Sie beispielsweise bei einer echten Jutterfamilie übernachten und auf einem Bett aus Jutholz schlafen. Oder schauen Sie bei den Unterkünften von ZoTexels, die Kategorie, in der viele Ferienhäuser, Campingplätze und B&Bs mit Möbeln ausgestattet sind, die von der Jutterei inspiriert wurden.

Jutkunst

Aus den gefundenen Materialien macht Maria Roelofsen wahre Kunstobjekte. Diese Kunst wird in der Museumsgalerie RAT in Den Burg ausgestellt. Paulien Valk organisiert auf Anfrage den Workshop "Jutterstück: Kunst aus dem Meer". Nach einer Suche am Strand macht man sich an die Arbeit, um sein eigenes Kunstwerk zu schaffen.

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