WhatsApp us!
Add +31 683357827 to your contact list to whatsapp us.

Wie ich mich u mein Fahrrad in Entengrütze tauchte

Mein Name ist Narges und ich bin 7 Jahre alt. Ich wohne in Wien und war in diesem Sommer zum ersten Mal in Holland. Wenn meine Mutti von mir erzählt, dann sagt sie immer, dass ich überall hinein falle. Alle lachen dann über die abenteuerlichsten Geschichten, die mir schon passiert sind und ich lache mit. Diesen Sommer verbrachten wir, das sind meine Mutti, meine zwei Schwestern Mimi und Khadijeh und meine Tante Conny auf der wunderschönen Insel Texel. Ich war sofort begeistert von den langen Stränden, den hohen Wellen und natürlich von den Seehunden. Am liebsten wäre ich gleich mit ihnen um die Wette geschwommen. Aber das geht natürlich nicht. Zudem passt meine Mutti auf, dass ich nicht ins Meer falle. Irgendwann haben wir uns dann Fahrräder ausgeliehen und die Insel erkundet. Ich bekam ein eigenes kleines Fahrrad und bin oft vorweg gefahren. Ich habe viel Energie und Kraft, das sagt meine Tante Conny immer. Außerdem esse ich sehr viel, besonders gerne Thüringer Klöse mit Rotkraut. Am zweiten Tag, als wir mit unseren Drahteseln unterwegs waren und Richtung Oosterend fuhren fing es plötzlich an zu regnen. Normalerweise regnet es ja nur ganz kurz, doch diesmal hörte es überhaupt nicht mehr auf und wir Fünf wurden richtig nass. So beschlossen wir wieder Richtung De Cocksdorp zu fahren, denn dort hatten meine Mutti und unsere Tante eine Ferienwohnung gemietet. Der Regen wurde langsam weniger und der Fahrradweg entlang der Hauptstraße breiter. Ich begann zu träumen und mir vorzustellen, wie es sich wohl anfühlt, wenn ich mit dem Fahrrad wie Mary Poppins mit ihrem Regenschirm, jetzt in die Luft steigen und fliegen könnte. Ich schloss meine Augen und nahm die Füße von den Pedalen. Ich hatte schon das Gefühl gleich abzuheben, als es plötzlich ruckelte und ich hinter mir meine Mutti panisch schreien hörte. Aber da war es schon zu spät. Ich und mein Fahrrad fielen in einen Wassergraben. Bevor ich überhaupt realisieren konnte, warum ich schon wieder in etwas hinfallen musste, zog ich mich an den Schilfhalmen die Böschung nach oben. Als erstes erblickte ich meine Mutti, die mich erleichtert ansah und gemeinsam mit einem holländischen Autofahrer mein Fahrrad, samt Gepäck und selbstgebackenen Muffins aus dem Graben zogen. Ich stand da, klitschnass und überall mit Entengrütze überzogen und konnte kaum klar denken. Alles passierte mal wieder so schnell. Um mich herum waren alle in heller Aufregung. Meine kleine Schwester wurde aus ihrem Kindersitz befreit und mein ehemals schickes Fahrrad gerichtet. Auf die Frage, wie das denn passieren konnte, wusste ich in dem Moment keine Antwort. Am Abend, als ich mit einer heißen Tasse Kakao und warm eingewickelt in eine Decke auf dem Sofa saß, da erzählte ich von meiner Idee, wie Mary Poppins in den Himmel zu fliegen. Zur Strafe musste ich mein Fahrrad am nächsten Tag blitzeblank putzen. Und das habe ich wirklich toll hinbekommen. Jetzt kann ich auch darüber lachen, dass ich schon wieder in etwas hinein gefallen bin. Danken möchte ich auf diesem Wege dem holländischen Autofahrer und der Mofafahrerin, die sofort anhielten und meiner Mutti und meiner Tante Conny halfen. Und ich verspreche ganz ehrlich, dass ich beim Fahrradfahren nie wieder an Mary Poppins denken werde.

Diese Geschichte melden
Texel-Fan? Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an, um als Erster aktuelle Nachrichten und Angebote vom VVV Texel zu bekommen

Unsere Gäste bewerten die Unterkünfte von VVV Texel 8.2 (aus 35926 Bewertungen)