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Premiere: erster Albino-Seehund bei Ecomare

In der Auffangstation des Ecomare können Besucher einen besonderen Gast bestaunen: Hier wird gerade ein kranker Albino-Seehund aufgepäppelt. Jährlich verhilft das Ecomare rund 100 Jungtieren zu einem Neustart in die Freiheit. Dennoch war bisher noch nie ein Albino zu Gast.

Premiere im Ecomare

Die Verwunderung bei den Tierpflegern war groß: Als ein Finder dem Ecomare einen „weißen“ Seehund meldete, hielten sie das zunächst für einen Irrtum. Auf den gesendeten Fotos sahen sie ein Tier mit weißem Fell, das an die Farbe einer neugeborenen Kegelrobbe erinnerte. Es war jedoch deutlich zu erkennen, dass es sich um einen Seehund handeln musste. Eine waschechte Premiere in der langjährigen Geschichte seit der Gründung im Jahr 1952: ein Albino-Seehund…

Kranker Patient

Bei dem besonderen Fund handelt es sich um ein Männchen im Alter von circa vier Monaten. Er hat ein helles Fell, rote Augen und wog bei seiner Ankunft 16,8 kg. Die Untersuchungen zeigten, dass er schwer an Lungenwürmern erkrankt ist. Zudem scheint er kaum bzw. nicht sehen zu können. Augenerkrankungen sind eine häufige Begleiterscheinung des Albinismus. Ob der junge Seehund vollständig blind ist, muss sich jedoch erst noch herausstellen.

Ausflugsziel

Zur ersten Hilfe bekam der Seehund zunächst eine Injektion mit einer Lösung aus Salzen und Mineralien, um seinen Feuchtigkeitshaushalt auszugleichen. Des Weiteren wurde er mit Antibiotika und einem Entwurmungsmittel behandelt. Zur Überraschung der Tierpfleger tauchte er nach der Behandlung direkt ins Wasser ein und fraß mit Genuss ein paar Heringe. Bis zu seiner Genesung können Besucher ihn durch die Scheibe der Quarantäne im Ecomare bewundern. 

Weiterführende Informationen:

Ecomare

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