
Im Februar beginnt die staatliche Forstverwaltung mit verschiedenen Arbeiten auf der Insel. Diese Arbeiten werden für neue Sandverwehungen und den Erhalt der Kaninchen- und Steinschmätzerpopulation bei Pfahl 28 sowie für mehr Biodiversität in den Westerduinen sorgen.
Ab dem 9. Februar werden vier Verwehungen im Seegrat nördlich von Pfahl 28 realisiert. Insgesamt wird es fünf Verwehungen geben – die letzte erst im nächsten Winter. Der Sand, der bei der Anlage dieser fünften Verwehung freigesetzt wird, wird für die Aufschüttung des Parkplatzes von Pfahl 28 verwendet. Die Verwehungen befinden sich auf der Seeseite der Strandbarriere. Es handelt sich also nicht um Kerben wie die Kerbe bei Pfahl 14, bei der die Düne abgetragen wurde.
Förster Thomas van der Es erzählt: „In der Landschaft sehen wir jetzt eine beträchtliche Kaninchenpopulation, und das Gebiet ist ein wichtiger Brutplatz für den Steinschmätzer. Um die offene Dünenlandschaft, aber auch die Population von Kaninchen und Steinschmätzern zu erhalten, ist es notwendig, die Verwehungen in Gang zu setzen. Durch die Verwehungen gelangt mehr kalkhaltiger Sand in das Gebiet. Dieser kalkhaltige Sand verhindert, dass die Landschaft verwildert. Sowohl das Kaninchen als auch der Steinschmätzer sind auf die niedrige Vegetation voller Kräuter und Flechten angewiesen.“ Bei der Durchführung der Arbeiten wird die Anwesenheit des Steinschmätzers in diesem Gebiet berücksichtigt, wobei die Brutplätze gemieden werden.
In der dahinter liegenden Dünenlandschaft werden gleichzeitig alte Sandverwehungen durchpflügt, um die Dynamik wieder in Gang zu bringen. Das feuchte Dünental neben dem Parkplatz bei Pfahl 28 wird gemäht, um die hohe Vegetation aus Dünenröhrgras und Kriechweide zu entfernen und dem Tal die Möglichkeit zu geben, sich wieder zu einem offenen, feuchten Dünental zu entwickeln.
Am 16. Februar beginnt die staatliche Forstverwaltung mit der Naturrenaturierung in den Westerduinen. Die Arbeiten folgen auf die Anlage der Kerbe bei Pfahl 14 im vergangenen Jahr. Es wird gemäht, um vorherrschenden Arten wie Brombeeren, Dünenröhricht und hohen Dünenrosen Platz für niedrige Vegetation voller Kräuter, Heidekraut und Flechten zu machen.
Vor Beginn der Arbeiten wurde die Population der nordischen Wühlmaus in diesem Gebiet untersucht. Bei den Arbeiten wird die Anwesenheit dieser geschützten Tierart berücksichtigt.
Auch die angelegten Sandverwehungen im hinteren Bereich der Kerbe werden im Februar durchforstet. Die Kerbe sorgt dafür, dass mehr Sand von der Strandkante in den hinteren Bereich verweht werden kann. Der verwehte Sand sorgt dafür, dass die Biodiversität wieder zunehmen kann und lässt die Dünen landeinwärts wachsen.
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