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Update: Wie geht es dem Brillen-Eiderente auf Texel jetzt?

Anfang Januar 2025 tauchte er auf der Ostseite von Texel auf: der allererste Brillen-Eiderente, der jemals in den Niederlanden gesichtet wurde. Eine einzigartige Vogelart, weit entfernt von ihrem natürlichen Lebensraum. Vom ersten Tag an zog er Vogelbeobachter und Neugierige auf die Insel. In letzter Zeit stellten Vogelbeobachter fest, dass die Ente nicht mehr so gut aussah. Am 28. Dezember wurde sie von Ecomare abgeholt. Wie geht es ihr jetzt?

Intensive Pflege

Seit Ende Dezember wird die Brillen-Eiderente bei Ecomare gepflegt, nachdem sie in geschwächtem Zustand aufgefunden wurde. Der Vogel war um mehr als vierzig Prozent untergewichtig und mit parasitären Würmern infiziert. Bei Ecomare erhält er Tag und Nacht die bestmögliche Pflege: Flüssigkeit, Sondenernährung, Vitamine und eine Entwurmungsbehandlung. Die Wirkung davon lässt noch auf sich warten. Trotz einiger hoffnungsvoller Anzeichen ist sein Zustand weiterhin besorgniserregend und seine Genesung ungewiss.

Was ist los?

Die vermutliche Ursache für seinen Zustand ist eine Kombination verschiedener Faktoren:

  • Falsche Ernährung: vor allem Strandkrabben, die möglicherweise Parasiten enthalten.
  • Parasiten: unter anderem der Stachelschnabelwurm, der die Organe schädigt.
  • Mauser: Der Federwechsel kostet einen Vogel viel Energie.

Was, wenn sie überlebt?

Sollte sich der Brillen-Eiderente erholen, stellt sich die Frage, wohin er gebracht werden kann. Eine Rückführung in seinen natürlichen Lebensraum (die Art lebt in Alaska und der nördlichen Beringsee) ist aufgrund internationaler Vorschriften und des damit verbundenen Stresses komplex. Eine Rückführung nach Texel ist ebenfalls riskant, da er dort erneut die gleichen krankheitserregenden Krabben fressen könnte. Gemeinsam mit Experten wird nach der besten Lösung für das Wohlergehen des Tieres gesucht.

Regelmäßige Updates

Die Situation um den Brillen-Eiderente stößt auf großes Interesse. Ecomare erhält täglich Anfragen und Unterstützungsbekundungen aus aller Welt. Aus diesem Grund wurde eine spezielle Update-Seite eingerichtet, auf der Menschen die neuesten Informationen erhalten und für die Pflege dieses besonderen Tieres spenden können.

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