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Natur im Zentrum Texels

Fast ein Drittel von Texel umfasst Naturschutzgebiete. In der Inselmitte findet man ein paar Gebiete, die viel über die Entstehungsgeschichte der Insel erzählen. Der Hoge Berg ist der älteste Teil von Texel, der aus der Urzeit stammt. Der Polder Waalburg ist eines der ältesten Naturschutzgebiete von Natuurmonumenten. Wanderungen oder Fahrradtouren in den Gebieten Hoge Berg oder Waalenburg sind noch interessanter und schöner, wenn Sie etwas von der Geschichte wissen.

Der Hoge Berg

Der Hoge Berg ist eine Aufschüttung aus Geschiebelehm aus der Eiszeit, die 15,3 Meter über dem Meeresspiegel liegt. In der Eiszeit nahmen die Gletscher aus dem Norden eine feste Mischung aus Geröll, Kies und Lehm mit, die durch das Eis abgelagert wurde. Auch die alten Dörfer Den Hoorn, Den Burg, De Waal und Oosterend liegen auf solchen Aufschüttungen. Das gesamte Gebiet nennt man das „Oude Land“ von Texel. Man sieht hier noch immer die charakteristischen Texeler Grassodenwälle und Schafscheunen. Vor allem im Hoge-Berg-Gebiet, zwischen Den Burg und Oudeschild, sind viele erhalten geblieben.

Grassodenwälle und Schafe

Die Bauern auf Texel legten früher Grassodenwälle als Grundstücksabgrenzung an, da es nicht sinnvoll war, in dieser leicht hügeligen Landschaft Gräben zu graben, und es auf der Insel wenig Holz gab. Schafscheunen sind asymmetrische landwirtschaftliche Scheunen. Sie zeigen fast alle mit der Rückseite Richtung Südwesten, die Hauptwindrichtung, und bieten Schutz für die vielen Schafe auf den Weiden. Das Hoge-Berg-Gebiet wurde als Landschaftsgebiet unter Schutz gestellt, um diese schöne einzigartige kulturgeschichtliche Landschaft zu erhalten.

Doolhof und De Zandkuil

Oben auf dem Hoge-Berg-Gebiet liegt ein kleiner Eichenwald, der Doolhof. Das Wäldchen wurde im 18. Jahrhundert angepflanzt. Heutzutage ist es ein beliebter Picknickplatz und Kinderspielplatz. An einem steilen Hang des Hoge-Berg-Gebiets befindet sich das Insektenschutzgebiet „De Zandkuil“, in dem besondere Grabbienen und Grabwespen leben. „De Zandkuil“ ist ab dem Weg deutlich sichtbar. Ein dort aufgestelltes Schild informiert über das Insektenschutzgebiet.

Die schönsten Wander- und Radwege durch das Hoge-Berg-Gebiet findet man im Büchlein „Inselrouten“

Polder Waalenburg

Auf den Schildern beim Eingang zum Polder Waalenburg am Zaandammerdijk findet man allerlei Informationen. Der Polder Waalenburg, zwischen den Dörfern De Waal und Den Burg, stammt aus dem 17. Jahrhundert. Ursprünglich war dies ein Salz-Sumpf-Gebiet; die alten Priele sind noch immer zu sehen. Da der Polder niedrig liegt, ist das Grasland sehr feucht und an einigen Stellen ist das Wasser brackig. Dadurch wachsen hier besondere Blumen, darunter sehr viele Orchideen und Salzpflanzen, die gut an den Salzgehalt des Meereswassers angepasst sind. Zahlreiche Wiesenvögel nutzen Waalenburg als Brutgebiet. Im Winter kann man auf diesem Sumpfgebiet sehr schnell Schlittschuh laufen.

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