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Eierland

Der nördliche Teil Texels heißt Eierland. Er umfasst den gleichnamigen Polder und De Cocksdorp. Sein Name stammt noch aus der Zeit, als man hier im Frühjahr überall Vogeleier finden konnte.

Die Entstehung von Eierland

Eierland (früher Eijerland bzw. Eyerland) gehörte bis zum 13. Jahrhundert zu Vlieland. Zwischen Texel und Vlieland verlief – ungefähr dort, wo heute De Slufter liegt – das Anegat, ein Seegatt. Durch die Entstehung des Eierlandse Gat wurde Eierland eine eigenständige Insel. Erst im 16. Jahrhundert wurde Texel mit Eierland verbunden, als das Anegat versandete und auf der so entstandenen Sandbank ein Sanddeich angelegt werden konnte.

Schiffsbrüchige

Die Insel Eierland war schwer erreichbar und bestand vor allem aus einer hohen, von etwas Land umgebenen Düne. Ein einziges Haus stand hier: das Eyerlandse Huis – errichtet vor allem für die Seeleute, die auf den berüchtigten Eyerlandse Gronden Schiffbruch erlitten. Zugleich diente es dem Handel: Hier wurden u. a. die angespülten Gegenstände bewahrt. Der Bewohner des Eyerlandse Huis wurde „Kastellan“ genannt. Er war ein Beamter des Staates und hatte das Recht, die Insel beweiden zu lassen, sowie dort zu jagen und zu fischen. Die Kastellane hausten lange nicht immer auf der Insel selbst. Einige von ihnen wohnten auf Texel.

De Cock

Hinter dem angelegten Sanddeich bildete sich ein weitläufiges Wattengebiet. Im Laufe der Zeit entstand dort in Teilen Vegetation, sodass Schafe darauf grasen konnten. 1835 sorgte der steinreiche Antwerpener Kaufmann und Reeder Nicolas De Cock für die Einpolderung dieses Gebietes. Gemeinsam mit anderen Unternehmern kaufte er dem Staat die Schorre ab. 1 500 Arbeiter deichten Eierland daraufhin innerhalb eines halben Jahres ein.

De Cocksdorp entstand bei der Einpolderung des Eierland-Gebietes am kleinen Hafen an der Roggesloot-Mündung. Der Roggesloot war ein alter Priel, der seinen Namen den vielen Rochen verdankt, die darin schwammen. Zunächst hatte man die Siedlung Nieuwdorp genannt, doch schon bald erhielt sie ihren heutigen Namen, zu Ehren von Nicolaas de Cock. Dank einer klugen Bewirtschaftung wurde Eierland zu einem fruchtbaren Gebiet, das sich gut für den Landbau eignete. Bauern aus dem ganzen Land ließen sich dort nieder, wovon die Namen verschiedener Bauernhöfe bis zum heutigen Tag zeugen: Rotterdam, Breda, Zeeland, Dordrecht. Und auch heute noch ist der Polder ein wichtiges Landbaugebiet auf Texel.

„Hinterm Rugediek“

Vom alten Land trennt den neuen Polder der Ruigendijk, der alte Seedeich bei De Koog. Doch nicht nur die Landschaft ist anders in Eierland, sondern auch die Texelaner, die „hinterm Rugediek“ wohnen: Freibeuter sollen es sein, sehr naturverbunden, und nicht so erpicht auf Obrigkeit und allerlei Regeln…

Flugplatz

Seit 1937 gibt es im Polder von Eierland den Flugplatz Texel mit seinen zwei Grasrollbahnen. Einst flogen zweimal täglich Flugzeuge zwischen dem Amsterdamer Flughafen Schiphol und Texel hin und her. Im Zweiten Weltkrieg wurde dieser Liniendienst eingestellt. Der Flugplatz jedoch ist auch heute noch in Betrieb, und er wird hauptsächlich für die Kleinluftfahrt benutzt.

Postroute

Bis 1927 wurde die Post für Vlieland über den Postweg transportiert, der im neuen Polder angelegt worden war. Jahrhundertelang sorgten berittene Postillions für die Zustellung der Post im Dünengebiet. Bereits im 17. Jahrhundert gab es eine schnelle Postroute von Amsterdam nach Texel und Vlieland, da die zügige Korrespondenz mit den Schiffen auf der Reede für die Amsterdamer Reeder maßgeblich war. Es dauerte höchstens 10 Stunden, bis die Post auf den Schiffen vor Texel abgegeben wurde! Erst 1778 wurde auch Vlieland angebunden. Die Sendungen wurden mit dem Boot auf die Nachbarinsel gebracht. Dort ging es mit Pferd und Wagen über die Sandbank Vliehors weiter zum Posthuis, dem Postgebäude der Insel. 1805 wurde diese Route abermals erweitert, mit einem Postschiffdienst zwischen Vlieland und Terschelling.

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